Funktion

Was ist der Walkassist?

Beim WALKASSIST handelt es sich um einen Schuh mit integrierter Elektronik zur Hinderniserkennung, der die Lebensqualität von Blinden sowie sehschwachen und motorisch eingeschränkten Personen verbessert! Durch innovative Sensorik warnt der Schuh vor Hindernissen (Stufen, Gehsteigkanten, Hydranten, Personen, etc.) den Anwender durch akustische und visuelle Warnsignale und Vibrationsfeedback.

Wie funktioniert dieser Schuh mit Elektronik?

Das vollständig in den Schuh integrierte System umfasst Ultraschallsensorik im Bereich der Fußspitze (ragt etwas nach außen, um den Sensor nicht zu verdecken – sonst wäre keine Messung gewährleistet), sowie die Verarbeitungseinheit, die Energieversorgung (Akkumulator) und die Funkeinheit im Bereich der Ferse.

Alle, für den Benutzer relevante, Hindernisse, werden nach dem Verarbeiten (Störquellen beseitigen, Signal verstärken, etc.) via Bluetooth zum Smartphone übermittelt. Der Benutzer kann dann in „Realtime“ in unserer App seine gewünschte Reichweite, die Art des Feedbacks (akustische Töne durch Knochenkopfhörer, Vibrationen im Schuh oder Kein Feedback) frei wählen. Die Reichweite ist derzeit einstellbar von 0,5 Meter bis zu 5 Meter.

An der Schnelligkeit bzw. Intensität des Feedbacks, kann der User unterscheiden, in welcher Entfernung sich das Hindernis zu ihm befindet. Diese einfache Art der Wahrnehmung kann man mit dem Parkassistenten in jedem neuen PKW vergleichen.

Die App selbst ist bis dato nur für iOS (Apple) Geräte entwickelt, wird aber in kommenden Monaten ebenso für Android Smartphones angepasst. Die „WALKASSIST-App“ hat eine benutzerfreundliche Oberfläche und wird ebenso durch „VoiceOver“ von Apple akustisch ausgegeben.

Weiters ist es mit unserer App ebenso möglich, den „Heath-Status“ auslesen zu lassen. Also wie Ihr Bewegungsprofil aussieht: Wie viele Schritte haben Sie sich heute/gestern/vor zwei Tagen/usw. bewegt?

 

Hier erfahren Sie einen kurzen grafischen Einblick in unsere App:

App am Homescreen

Übersicht der Einstellungen (Schuhe)

Übersicht der Health-Statistik

 

Weitere Sensoren im Schuh
– Erkennung mehrerer wichtiger FaktorenSymbolfoto für einen Sturz

Für die Hinderniserkennung brauchen wir bestimmte Sensoren, dass unser System nicht alle (tw. gewollte) Hindernisse erkennt. Diese Sensoren werden ebenfalls dazu genutzt, um zu erkennen ob der User gestürzt ist und sich ggf. in einer schweren Notlage befindet. Wenn dieser Fall eintritt, werden entweder Verwandte oder der Rettungsdienst verständigt.

 

Geh- und Ganganalyse
– Der Weg zur Optimierung der Funktion

Um die Funktion einwandfrei zu gewährleisten, wurden einige Forschungen und Recherchearbeiten durchgeführt. Das Spital Speising für Orthopädie – Labor für Geh- und Ganganalyse –

IMG_0109half uns dabei einen „durchschnittlichen“ Schritt einer blinden Person zu erfassen/berechnen. Das Auf- und Abgehen im Labor, zeichneten rund 20 Kameras aus verschiedenen Winkeln auf. Im Boden sind weitere Sensoren verbaut welche die Gewichtsverlagerungen u.v.m. der bewegenden Person erfassen und ausgeben.

Durch diese Kooperation ist es ermöglicht worden, wichtige Werte der Ganganalyse zu erfassen, um einen idealen Schuh zu konzipieren und richtigerweise zu planen, an welchen Schuhteilen man welche Bauteilmodule verbaut.

Für weitere Informationen wurde ein Schuhrohling gemeinsam mit Hrn. DI Dr. A. Kranzl (Spital Speising, Labor) besprochen und auf Neigungen, Biegbarkeit und Stabilität diskutiert.

 

Wir danken recht herzlichst für Ihre Unterstützung!

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(v.li. Assistentin, Sami Demirel, CEO Kevin Pajestka, Erich Schmid,

DI Dr. Andreas Kranzl – Leitung Geh -/ Ganganalyselabor Speising)

 

Aufzeichnung der Geh- und Ganganalyse mit Sami Demirel

 

 

 

WALKASSIST 2.0 im ersten Test – mit Markus Raffer
(im folgenden Youtube-Link zu sehen:)
LINK